Donnerstag, 15. Oktober 2015

Die Tage danach

Liebe Menschen,

ankommen ist so eine Sache. Nach einer ersten furchtbar schlechten Nacht war ich wie verkatert. Der emotionale Rausch hat also auch Auswirkungen - nur die Leber grinst unbeschadet vor sich her.

Der erste Abend und die nächsten beiden Tag sind gekennzeichnet von massiver Müdigkeit, Plan- und Hilflosigkeit in den banalsten Dingen des Alltags, der Kopf ist wie mit Watte ausgestopft:
Nach der Feier zu meiner Ankunft finde ich mich völlig planlos vor meinem Rucksack im Zimmer stehend. Das pinke, wasserdichte und so vertraute Sackerl mit den Toilettsachen halte ich mit beiden Händen vor meinem Brustkorb und steh eine halbe Minute da wie angewurzelt, weil ich weiß, dass ich es nicht brauche, aber nicht weiß, wie ich ohne das Sackerl jetzt tun soll. Mein Verstand zwingt mich dann, es wieder hinzulegen und einfach ins Bad zu gehen, wo ich ohnehin alles finde, was ich brauche.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Tag 137, ein bunter Strauß voll Emotionen

Liebe Menschen,
gestern Abend hatte ich nette Gesellschaft. Walter Schmidbauer schreibt u.a. für die Kleine Zeitung und hat mich besucht, da er für seinen Bericht ein paar Fotos benötigte. So trafen wir uns Nahe Bonisdorf beim Gasthof Mertschnig (Rogan) an der Slowenischen Grenze, wo ich die letzte Nacht verbrachte.

Samstag, 10. Oktober 2015

Fortsetzung folgt...

Liebe Menschen,
bleibt noch ein bisschen dran! Die abschließenden Berichte kommen noch - sobald ich Zuhause in Graz bin und am Laptop schreiben kann. ;)
Alles Liebe,
carmen

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Tag 136, der Tag vor dem Letzten

Liebe Menschen,
die Nacht war semioptimal: wirrer, wacher Kopf, schmerzende Stellen an den Füßen, eine Gelse, die mehrmals zugestochen hat... So kam ich dazu, Frau Merkel zu erleben und bin beeindruckt von der Glaubwürdigkeit, die sie ausstrahlt. Auch der darauffolgende Film machte mich nicht müde, aber hungrig, sodass die Vollkorn-Prinzenrolle bald vertilgt war. :)

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Tag 135, Raindrops keep falling on my head

Liebe Menschen,
das Südburgenland war heute in dicke Wolken und Nebel gehüllt. Das Hotel hat den bisherigen Nächtigungspreiserekord gebrochen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Burgenland hier mit 2 Hotels vorne liegen würde. Leider war die einzige Pension in Güssing wegen Krankheit geschlossen. :-/
Bei Regen sind wir, ein roter und ein blauer Haufen auf Beinen losgezogen. Durch die Begleitung musste ich heute nicht auf altbewährte Regenbeschäftigungen, wie Tagesziele ab Straden aufzählen, Liedertitel suchen, in denen es um Regen geht, aus den Tropfengeräuschen auf der Bellarine Musik raushören, usw. zurückgreifen.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Tag 134, fa(u)natisch

Liebe Freunde der stinkenden Wanderleiberl,
heute muss ich enttäuschen, ich duftete (chlorig) durch den Wald. Wackelige Stiche zieren im nicht-passenden Grau meine Wanderhose, die an manchen Stellen schon löchrig wurde. Ich hätte gleich einen roten Faden nehmen sollen. Das hätte zumindest Wanderstil gehabt.
Heute hatte ich ganz besondere Begleitung: meinen Vater. :) Meine Beine inklusive der Revolverknie hab ich eindeutig von ihm. Die Beschwerden sind auch recht ähnlich. Naja... kann man sich halt nicht aussuchen.

Montag, 5. Oktober 2015

Tag 133, Ruhemodus

Liebe Menschen,
der Ruhetag gestaltet sich nicht ganz wie erwartet, da der Whirlpool außer Betrieb und am Nachmittag die Küche geschlossen ist, was man mir heute Morgen leider nicht mitgeteilt hatte. Wer weiß wie ich drauf bin, wenn ich hungrig bin, wird soeben sehr froh sein, nicht mit mir in einem Raum sein zu müssen. Die Hälfte meines Proviantsackerls hab ich schon vertilgt.
Die restlichen Quartiere sind seit heute auch gebucht, somit brauch ich mich damit nicht mehr herumärgern die letzten 4 Tagen.

Tag 132, hier vor 4 Jahren

Liebe Menschen,
gestern Abend habe ich den Wecker erst auf halb 9 gestellt, da ich heute eine gemütliche Wanderung vor mir hatte mit 23 Kilometern (lt. Wanderführer - ich glaube, es waren weniger). Meine innere Uhr ist leider schon so gut getimed, dass um spätestens 6:45 Uhr die Nacht vorbei ist. Die Strecke an sich kenne ich schon von vor 4 Jahren.

Samstag, 3. Oktober 2015

Tag 131, gemeinsam über'n "Gschriewanen"

Liebe Menschen,
nur zur Aufklärung "Zigeuner" sind eine Apfelsorte, dunkelst rot, schneeweißes festes Fruchtfleisch... einfach köstlich. ;)
Stephan bestätigt, dass mein Leiberl rettungslos stinkt - wahrscheinlich der Grund, warum wir heute keine Tiere gesehen haben. Sie wittern mich schon gegen den Wind. ;) Außer Schlangen, die sind da nicht so heikel, so scheint's.

Freitag, 2. Oktober 2015

Tag 130, nur ganz kurz ;)

Liebe Menschen,
es gab einen feinen Start in den Tag mit tollem Frühstück mit Andrea. Sie ist noch ein Stück mit mir gegangen - so fein! :)
Liebe Andrea, herzlichen Dank für alles und es ist wunderbar dich kennen gelernt zu haben. Ich freu mich sehr auf ein Wiedersehen! :)
Der Weg führte heute durch viele Wälder, das Wetter war herrlich, wenn auch teilweise starker Wind wehte.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Tag 129, ich wurde beamtshandelt

Liebe Menschen,
von Marz bin ich heute aufgrund der kurzen Etappe erst spät, dafür schon bei Sonnenschein, vom bisher teuersten Quartier (weil 12€ Einzelzimmerzuschlag) aufgebrochen.
Der Burgenländische Taferlscharlatanismus (2 Wege, der Pfeil zeigt zwischen die beiden Möglichkeiten) ließ mich schon 200m nach dem Hotel die erste Einheimische in Morgenmuffellaune um Rat fragen. Eine sehr betagte Dame, die kurz darauf aus einem Haus trat, grinste mich freundlich an und frohlockte über den Sonnenschein, und dass wir eh keinen Winter bräuchten, wo ich ihr lachend zustimmte.